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30.06.2026

Großes Interesse: MetaTransferforum baut Brücken

Rund vierzig Teilnehmende kamen zum ersten MetaTransferforum virtuell zusammen, um Brücken für die sprachliche Bildung zu bauen. Das neue Veranstaltungsformat des Metavorhabens hat den Anspruch, mit Wissenschaftler:innen und Personen aus der Lehrkräfte(fort-)bildung Gelingensbedingungen für ko-konstruktiven Transfer in der Sprachbildung zu identifizieren und zu formulieren. Die Auftaktveranstaltung widmete sich den in den Projekten der Förderlinie Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft entstandenen Konzepten und Materialien sowie den begleitenden Transferbausteinen, die als „Brücken“ zwischen Forschungsprojekten und Praxis fungieren können.

"Brücken in einer bewegten Landschaft – Konzepte zur Professionalisierung der sprachlichen Bildung in der Einwanderungsgesellschaft“ ist der Titel einer Publikation des Metavorhabens, deren Erscheinen Anlass für die Veranstaltung bot. Zu Beginn griff Dr. Christoph Gantefort aus dem Kölner Metavorhaben-Team das Bild der Brücken in einer bewegten Landschaft auf. Forschungsprojekte seinen als „temporäre“ Inseln zu betrachten; hier entwickeln Wissenschaft und Praxis ko-konstruktiv evidenzbasierte Konzepte und Materialien sowie Transferbausteine (z. B. Erklärvideos, Nutzungskonzepte, Fortbildungsangebote). Das Projektende bedeute den Untergang dieser Inseln, so erläuterte er. 

Der pädagogische Alltag spiele sich auf dem „dynamischen Festland“ ab. Hier gestalteten pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte in einem dynamischen Feld ständig neuer Herausforderungen Lerngelegenheiten mithilfe von Konzepten und Materialien. Dazwischen positioniert als „dauerhafte Halbinseln“ verortete er die sogenannten Brückeninstitutionen. Die hier angesiedelten „Brückenakteur:innen" nutzen Transferbausteine zum Bau permanenter Verbindungen auf das Festland, um die Konzepte und Materialien zu verteilen. Das MetaTransferforum, schloss Dr. Gantefort seine Einführung ab, errichte die Brücken zwischen diesen Landschaftselementen. Es ermögliche das Kennenlernen neuer Konzepte und Materialien sowie der Transferbausteine. Und es biete Gelegenheit zum Austausch dazu, wie die Transferbausteine beschaffen sein sollten, um Fachkräfte auf dem Festland in der Breite zu erreichen. 

Austausch zu Transferbausteinen aus vier Projekten der sprachlichen Bildung

Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die Transferbausteine aus vier Projekten kennen zu lernen. Aus der Förderlinie Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft stellten sich die Projekte SEM, KoPaS und ReaDi vor. Das Projekt Allrad-M ist am Mercator-Institut verortet. Auf kurze Inputs zu den jeweiligen Projekten folgten zwei Runden, in denen die Vertreter:innen der Projekte in Gruppen für vertiefende Fragen zur Verfügung standen. 

Abschließend diskutierten die Teilnehmenden allgemeine Gelingensbedingungen für Transferbausteine, um nachhaltige „Brücken“ zwischen Forschungsprojekten und Praxis zu errichten. 

Weitere Veranstaltungen sind in der zweiten Jahreshälfte geplant. Außerdem beabsichtigt das Metavorhaben, auf der Jahrestagung 2027 alle beteiligten Akteur:innen einzuladen, weiter über Unterstützungsmöglichkeiten beim Bau von Brücken für die sprachliche Bildung zu diskutieren und Ideen zu entwickeln.

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