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23.04.2026

Prozessorientierte Schreibintervention führt zu besseren erzählenden Schülerinnen-Texten

Aus den kürzlich veröffentlichten Hauptergebnissen des Projekts KommSchreib! geht hervor, dass eine lehrergeführte, prozessorientierte Schreibintervention die Qualität narrativer Texte von Grundschülerinnen und Grundschülern signifikant verbessern kann. 

Im Rahmen der Studie wurde die Wirkung einer lehrergeführten Schreibintervention auf Grundschulkinder (Klassen 3-4) untersucht. Dabei zeigte sich, dass Schülerinnen und Schüler, deren Lehrkräfte an einer gezielten Fortbildung teilnahmen, signifikant bessere Ergebnisse in der Qualität ihrer erzählenden Texte erzielten als die Kontrollgruppe. Diese Fortschritte blieben auch über einen späteren Messzeitpunkt hinweg weitgehend stabil. Die Intervention setzte auf einen prozessorientierten Schreibansatz, der insbesondere durch gezieltes Feedback, Modellierung und strukturierende Unterstützung geprägt war. Die Umsetzung erfolgte durch die regulären Lehrkräfte im Unterricht, was die praktische Relevanz der Ergebnisse unterstreicht. Während sich die Textlänge und die Selbstwirksamkeitserwartung im Schreiben in beiden Gruppen verbesserten, zeigte sich kein positiver Effekt auf die Motivation: Die Freude am Schreiben nahm in beiden Gruppen sogar leicht ab.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass professionell unterstützte Lehrkräfte einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Schreibkompetenz leisten können. Gleichzeitig bleibt die Förderung der Schreibmotivation eine Herausforderung, die in zukünftigen Ansätzen stärker berücksichtigt werden sollte. Hier finden sie den Artikel in voller Länge.