Wissenschaftskommunikation
Bei Wissenschaftskommunikation lässt sich grundsätzlich unterscheiden zwischen „interner“ Wissenschaftskommunikation, die im jeweiligen Forschungsbereich stattfindet, und „externer“ Wissenschaftskommunikation mit der weiteren Öffentlichkeit. Die Grenzen sind hier häufig nicht klar zu ziehen.
Wissenschaftskommunikation in der Bildungsforschung
In der Bildungsforschung wird seit längerem ein Forschung-Praxis-Gap konstatiert. Obwohl die Einstellung zu Forschung bei Personen aus der Praxis grundsätzlich positiv ist, werden Forschungsergebnisse oftmals nicht genutzt oder abgelehnt, weil sie als „irrelevant“ für die Praxis betrachtet werden. Zudem fehlt der Zugang zu Quellen wissenschaftlichen Wissens. Wissenschaftskommunikation kann als Element von Transfer unterstützend wirken, um Forschungsergebnisse in die Bildungspraxis zu überführen. Zentrales Anliegen der Wissenschaftskommunikation in der Bildungsforschung ist daher, zur Schließung dieser „Lücken“ beizutragen.
Niemann, P., van den Bogaert, V. & Ziegler, R. (Hrsg.). (2023). Evaluationsmethoden der Wissenschaftskommunikation. Springer VS
Ziegler, R., Hedder, I. & Fischer, L. (2023). Herausforderungen der aktuellen Evaluationspraxis in der Wissenschaftskommunikation in Deutschland. In: Niemann, P., van den Bogaert, V. & Ziegler, R.. Evaluationsmethoden der Wissenschaftskommunikation. S. 17-31. Springer VS
Mohajerzad, H., Krzeminski, L. & Schrader, J. (2022). Wenn Bildungsforschende an Praktiker*innen vermitteln: Praxisorientierte Zeitschriften als Kanal für Wissenschaftskommunikation. Bildungsforschung2022/2. doi.org/10.25539/bildungsforschung.v0i2.888
Leßmöllmann, A., Dascal, M. & Gloning, T. (Hrsg.). (2020): Science Communication. De Gruyter.
Bonfadelli, H., Fähndrich, B., Lüthje, C., Milde, J., Rhomberg, M. & Schäfer, M. S. (Hrsg.). (2017). Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation. Springer VS.
Beiträge zu Wissenschaftskommunikation unter Aktuelles
Crash-Kurs zu Wissenschaftskommunikation (Aktuelles vom 21.08.2025)
Selbstlernkurs Mobile Reporting (Aktuelles vom 25.10.2024)
Wissenschaftskommunikation im Metavorhaben
Kurzzusammenfassungen für die Fachpraxis
Das Metavorhaben entwickelt ein Format, das sich direkt an die Expert:innen aus Bildungspraxis und -administration wendet. Es entstehen Kurzzusammenfassungen von Studien zur sprachlichen Bildung, die Forschungsergebnisse für eine Fachöffentlichkeit nutzbar machen, die selbst nicht im wissenschaftlichen Feld verankert ist. Als Vorbild dient unter anderem das Konzept der Plain Language Summary: So bezeichnet man kurze Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Publikationen, die sich an Personen außerhalb des wissenschaftlichen Fachbereichs richten. Sie sollen die Forschungsergebnisse in einer leicht verständlichen Sprache zusammenfassen. Ein solches Textformat wird zum Beispiel vom Clearing House Unterricht für den Bereich der Lehrerbildung für MINT-Fächer (Seidel et al., 2017) angeboten.
Zu den Kurzzusammenfassungen wird es eine Gestaltungsvorlage mit dazugehörigem Manual geben, so dass das Format auch von anderen Forschenden oder in der Wissenschaftskommunikation Tätigen genutzt werden kann. Die Kurzzusammenfassungen und die dazu entwickelten Dokumente werden auf dem frei zugänglichen Projektportal veröffentlicht.
Seidel, T., Mok, S. Y., Hetmanek, A. & Knogler, M. (2017). Meta-Analysen zur Unterrichtsforschung und ihr Beitrag für die Realisierung eines Clearing House Unterricht für die Lehrerbildung. Zeitschrift für Bildungsforschung (7), 311-325. https://doi.org/10.1007/s35834-017-0191-6